Der Grüne Punkt - 30. Mai 2016

Hightech vom Lösungsanbieter für die Kreislaufwirtschaft

Der Grüne Punkt auf der IFAT 2016: Cyclespaces und Nachhaltigkeit zum Nachrechnen

Köln, 30. Mai 2016. Der Grüne Punkt präsentiert auf der IFAT 2016 in München Hightech zum Miterleben für die Messebesucher: Die neue Virtual-Reality-Installation „Cyclespaces“ schickt die Nutzer auf einen virtuellen Rundgang durch eine hochmoderne Sortieranlage für Leichtverpackungen und durch die Produktionsanlage der Systec Plastics, die gebrauchte Kunststoffverpackungen zu den Premium-Rezyklaten der Marke Systalen aufbereitet.

Innovatives Recycling ist ein Leitthema des Grünen Punkts auf der IFAT. So befasst sich eine Sonderausstellung am Stand der Unternehmensgruppe mit dem Glasrecycling: Wie entsteht aus gebrauchten Behälterglasscherben neues Behälterglas? Welche Rolle spielt die Gestaltung von Glasverpackungen für das Recycling? Und welche Bedeutung hat das moderne Glasrecycling für die Kreislaufwirtschaft? „Der Grüne Punkt ist einer der größten Händler von Behälterglasscherben in Europa“, betont Michael Wiener, CEO der Duales System Holding. „Das ist ein wunderbarer Verpackungswerkstoff mit einem stabilen Markt, der uns am Herzen liegt.“

Ökoprofile: Exakte Werte für alle Systalen-Granulate

Einen weiteren Schwerpunkt setzt der Grüne Punkt auf das Kunststoffrecycling: Die Unternehmensgruppe hatte kürzlich bekannt gegeben, dass die Entwicklung neuer Produkte sowie die Herstellung von und der Handel mit Premium-Kunststoffrezyklaten eines der wichtigsten Wachstumsfelder des Grünen Punkts in der Zukunft darstellen. Das schlägt sich für die Kunden auch in konkreten Zahlen nieder. Der Grüne Punkt hatte bereits 2015 ein erstes Ökoprofil für Systalen berechnet. Inzwischen hat der Recycler die Berechnung der Ökoprofile für Systalen Granulate vervollständigt und kann diese für alle Kunststoffarten ausweisen. „Unsere Kunden können damit auf Knopfdruck berechnen, welchen Vorteil der Einsatz von Systalen gegenüber Neuware bringt“, erläutert Grüner-Punkt-Geschäftsführer Frank Böttcher. „Der Beitrag zur Nachhaltigkeit lässt sich damit genau beziffern und auf einzelne Endprodukte herunterbrechen.“

So spart der Einsatz von Systalen HDPE-Granulat gegenüber Neuware 0,86 Kilogramm CO2-Äquivalente je Kilogramm Kunststoff, bei Systalen PP-Granulat beträgt der Wert 0,66 bis 0,8 Kilogramm, bei LDPE-Granulat 0,46 Kilogramm. „Die Analysen unserer Herstellungsprozesse sind so genau und detailliert, dass wir sie nutzen können, um die Technik an den Standorten weiter voranzubringen“, so Michael Wiener. „Damit unterstreichen wir den Wert von Systalen für eine nachhaltige Wirtschaftsweise unserer Kunden.“

Die Berechnung erfolgte durch die Experten des IFEU Heidelberg analog der Systematik der vom Verband der Kunststoffhersteller Plastics Europe veröffentlichten Ökoprofile. Auch der Vergleich der zur Herstellung von Systalen ermittelten Aufwände erfolgte mit diesen aktuellen Datensätzen für Neuware. Damit ist eine methodische Vergleichbarkeit gewährleistet.

Systalen Granulate werden aus gebrauchten Kunststoffen hergestellt und nicht wie andere Granulate aus Erdöl. Dabei spart die Herstellung nicht nur Erdöl, sondern zusätzlich Energie für den Produktionsprozess. In das Produktökoprofil werden alle Aufwände einbezogen, welche die Herstellung des Rezyklates verursacht,  so auch die Sammlung und Sortierung des Ausgangsmaterials sowie die Verwertung aller anfallenden Reststoffe. Vorteile bzw. Gutschriften, die sich durch anfallende Nebenprodukte ergeben, werden jedoch nicht mit einbezogen.

Im Gegensatz zu einer Ökobilanz, die den gesamten Lebenszyklus eines Produktes oder einer Dienstleistung berechnet, betrachten Ökoprofile nur einen Ausschnitt des Lebensweges. Somit sind die Rohstoffgewinnung und -aufbereitung, die Energiebereitstellung und die Produktionsschritte bis zum untersuchten Rezyklat im Ökoprofil enthalten. Sämtliche Rohstoffentnahmen sowie Emissionen in Luft und Wasser entlang dieser Prozesskette werden berücksichtigt. Weitere Verarbeitungsschritte, die Herstellung von Folgeprodukten, die Nutzungsphase und die Entsorgung des Produktes werden nicht betrachtet.

Neben der Einsparung von Treibhausgasen werden in den nun vorliegenden Ökoprofilen, wie in den Plastics-Europe-Datensätzen, weitere relevante Kategorien wie Einflüsse auf den primären Energieverbrauch und die Versauerung von Böden und Gewässern ausgewertet.

Besuchen Sie uns auf der IFAT 2016
Messe München, 30. Mai bis 3. Juni 2016, Halle B1, Stand 327/426

Ansprechpartner:
Norbert Völl, Tel.: 0 22 03 / 937-507

Über die Duales System Holding:
Die Unternehmen des Grünen Punkts sind in der DSD – Duales System Holding GmbH & Co. KG zusammengefasst. Sie sind als Dienstleister für die erweiterte Produzentenverantwortung, als führender Sekundärrohstofflieferant für Kunststoffe und als Premium-Produzent von Kunststoffrezyklaten der Lösungsanbieter für die Bedürfnisse der Kreislaufwirtschaft.